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Freitag, 9. September 2016

Paula und Pelle

Tierischer Sommerspaß!


Ich hab's ja noch gar nicht erzählt: Ich bin gerade im Hintergrund dabei, meine Lese(t)räumchen-Seite neu aufzubauen, in schön und groß und - hach! ;) Bin ganz verliebt, aber leider auch etwas in Zeitnot, na ja, wem sag ich das.

Damit es hier aber nun auch mal wieder etwas Neues gibt, teile ich die Besprechung einer neuen Reihe, nämlich "Paula und Pelle" von Meike Haberstock, vielleicht schon bekannt von "Anton hat Zeit" und "Nur Mut, Anton!".

Zum Vorlesen und für Leseanfänger finde ich "Paula und Pelle" ganz zauberhaft und witzig!
Und die Illus von Meike Habersang selbst sind herrlich!

Die Besprechung habe ich für knax.de geschrieben und mit einem Klick seid ihr dort.






Dienstag, 12. Juli 2016

Fotogalerie: „Wenn mein Mond deine Sonne wäre" live


Wie im vorherigen Post berichtet, war ich bei zwei der vier Liveaufführungen von „Wenn mein Mond deine Sonne wäre", bei der Autor Andreas Steinhöfel und das SWR-Sinfonieorchester gemeinsam auf der Bühne standen und die Geschichte um den neunjährigen Max und seinen Großvater zum Leben erweckten.

Und wie dort angekündigt, gibt's nun noch eine große Bildergalerie von beiden Veranstaltungen. Apropos groß: Beim Anklicken werden die Bilder größer angezeigt. In der Bilderlaufleiste unten auf der Seite lässt sich dann bequem von Foto zu Foto blättern.

Wer die CD aus dem Buch hat: jetzt einlegen und dann die Bilder anschauen! :)

Rosengarten Mannheim, 30. Juni 2016



 


Samstag, 2. Juli 2016

„Wenn mein Mond deine Sonne wäre" live

Edierter Post: Aus Teaser und Kurzbericht wurde nun ein Post mit den gesammelten Infos.



Anfang Dezember 2015 habe ich das Buch „Wenn mein Mond deine Sonne wäre" von Andreas Steinhöfel sehr ausführlich - und sehr begeistert - besprochen. Die Kombination aus Noten und Worten hat mich einfach total fasziniert und tut es immer noch. Umso schöner, dass es diese Kombi auch live zu hören und sehen gab.

Lange bevor das Buch (inkl. CD mit Lesung und der Musik) im Carlsen-Verlag erschien, fanden schon Aufführungen des SWR-Sinfonieorchesters zusammen mit Andreas Steinhöfel statt, bereits im Jahr 2013. Das wunderschön illustrierte Buch kam dann im November 2015 auf den Markt.
 
Wie es zu dem gemeinsamem Projekt des SWR (im Rahmen der Veranstaltungsreihe „SWR Young Classix") mit Andreas Steinhöfel kam, das gibt's auf seinem Blog nachzulesen.

Für den Sommer 2016 standen nun vier weitere Aufführungen im Süden Deutschlands auf dem Programm (die letzten für das Orchester in dieser Zusammensetzung), nämlich in Donaueschingen, Mannheim, Freiburg und Villingen-Schwenningen. Bei den ersten drei Veranstaltungen las Andreas Steinhöfel seine Geschichte um den kleinen Max und seinen Großvater selbst vor, in der letzten Rainer Strecker.
 
Bild anklicken und Text lesen!
Am 30. Juni war ich für KNAX in Mannheim dabei und der ausführliche Bericht über die Aufführung von „Wenn mein Mond deine Sonne wäre" im Rosengarten ist hier auf knax.de zu finden. Dazu gibt's viele Fotos.

Im Konzerthaus Freiburg am Tag drauf habe ich ebenfalls Fotos gemacht. Damit dieser Post nun nicht zu lang wird, habe ich diese noch separat hochgeladen. Einfach hier klicken!

Weitere Live-Veranstaltungen sind derzeit nicht geplant. Aber die CD mit Lesung und Musik ist eine schöne Alternative für zu Hause.

Andreas Steinhöfel liest aus "Wenn mein Mond deine Sonne wäre".








Mittwoch, 15. Juni 2016

"Glitzerkatze und Stinkmaus" von Andreas Steinhöfel

Die Sache mit dem Regen.
Oder: Wenn die Große Glitzerkatze stinkig ist. 

Ich glaube, ich weiß jetzt, woran das mit dem vielen Regen in den letzten Wochen liegt: Die Große Glitzerkatze steckt dahinter! Aber lest selbst:

Aus: "Glitzerkatze und Stinkmaus" von Andreas Steinhöfel (Carlsen Verlag)















Ein ganz, ganz knuffiges Buch! Ich hab's auch als Hörbuch. Und wenn mir mal zwischendurch alles zu viel wird mit dem ganzen anstrengenden Erwachsensein und so, dann höre ich mir daraus sehr gerne ein paar Geschichten - vom Autor selbst gelesen - an. Hilft!

Die nicht glitzernde Glitzerkatze Pellegrine und die stinkende Stinkmaus Odoretta (hence the name!) sind ein so süßes und witziges und außergewöhnlich ungewöhnliches Freundinnenpaar - man muss sie einfach lieb haben.

Wenn sie einen "Geradeausflug" machen, eine Spatzmeise in Odorettas Schuh finden, wenn Odoretta in die Luft geht, weil Pellegrine ihr auf dem Rummelplatz mal eben ein Bündel Luftballons in die Pfoten drückt, dann fühlt man sich mittendrin und hofft, dass alles gut ausgeht für die beiden liebenswerten Außenseiter.

Außerdem - und davon kann man sich auch als Großer noch was abgucken - lassen sich die beiden nichts gefallen. Wer nicht anständig mit ihnen umgeht, bekommt das auch gesagt (oder getatzt). Okay, manchmal ist vor allem Pellegrine ganz schön direkt und angriffslustig. Aber sie weiß: Man darf sich echt nicht alles bieten lassen. Nicht von dem blöden Herrn Fischer, der sie einst vor die Tür setzte, nur weil sie nicht glitzerte, und auch sonst von niemandem.

Gutes Signal in einem Kinderbuch - wo Kindern doch üblicherweise im echten Leben früh klargemacht wird, dass (ihre) Wut ganz und gar nicht erwünscht ist. Zu unbequem. Aber vor unangepasstem Unbequemsein haben Glitzerkatze und Stinkmaus keine Angst. Und das ist einfach vanillegut - so wie Odorettas Duft, wenn sie sich freut.

Lese(t)räumchen meint:

Samstag, 23. April 2016

Nostalgie zum Welttag des Buches 2016

Magische Momente mit Paul Maar

Es gibt Augenblicke, in denen ich es schade finde, dass man früher nicht so viele (bis gar keine) Fotos gemacht hat wie heutzutage. Andernfalls hätte ich heute ein Foto von meiner vierten Klasse zusammen mit Paul Maar, der uns mit einer Lesung aus dem damals ziemlich neuen Buch „Eine Woche voller Samstage" beglückt hat.

Ich zumindest war völlig beglückt – ein Kind, dessen zweite Heimat die Stadtteilbücherei war und das von dort so viele Bücher heimtrug, wie es eben noch tragen konnte. Da war ein echter Autor, zum Anschauen und zum Fragen stellen und so ein netter noch dazu – der Wahnsinn.

Bis heute denke ich gerne daran zurück. Und ich empfehle unverdrossen allen Eltern und Kindern, zu Lesungen zu gehen, wenn sie die Gelegenheit dazu haben. Vielleicht ist der eine oder die andere ja ähnlich beeindruckt wie ich. Es gibt ja so viele schöne Kinderbücher und so viele Autoren, die ganz toll vortragen können. 

Zurück zu Paul Maar: Es gibt also kein Foto, aber das Autogramm im Buch, das habe ich zum Glück heute noch:

Es hat Jahrzehnte gedauert, bis ich Paul Maar wiedergesehen habe. 2015 auf der Leipziger Buchmesse war das. Nach einem Podiumsgespräch und einer Lesung gab es eine Signierstunde und – wusch – fand ich mich in der Warteschlange, seltsam aufgeregt. Als ich an der Reihe war, habe ich gerade mal so hinbekommen, herauszubröseln, wie sehr seine Lesung mich damals beeindruckt hat. Er schaute vom Zeichnen des Galimats auf und fragte, welche Schule das gewesen sei. Die Schwabschule in Stuttgart war's und nach kurzem Überlegen nickte er, ja, doch, an den Namen der Schule könne er sich erinnern. 

Was soll ich sagen – beschwingt zog ich anschließend von dannen, innerlich wieder die kleine Viertklässlerin mit einem signierten Buch in den leicht schwitzigen Pfötchen. 

„Der Galimat und ich" ist im Übrigen ein sehr schönes Buch über den liebenswerten, aber etwas einsamen Jungen Jim, der ein bisschen anders ist als andere. Und über seinen heimlichen Besucher, der sehr, sehr anders ist als alles, was Jim bislang kannte. Leseempfehlung! Und Hörempfehlung, denn die Hörbuchversion, gelesen von Andreas Fröhlich, ist auch äußerst charmant.



Montag, 18. April 2016

Filmpremiere von „Rico, Oskar und der Diebstahlstein"

Auf nach Norden – an die Ostsee! 

Vor über einem Monat habe ich hier ja schon mit den Fingern auf der Tischplatte getrommelt und gestern war es endlich so weit: Die Verfilmung von Teil 3 der Rico-Oskar-Trilogie von Andreas Steinhöfel wurde in München gezeigt.  

Nicht die premierigste aller Premieren, weil zeitgleich zwei weitere in Dresden und Schleswig stattfanden, weil es in der Woche davor schon eine in Berlin gab und weil der Film auch schon bundesweit der Presse gezeigt wurde. Aber immer noch eineinhalb Wochen vor dem Kinostart am 28. April. Und außerdem – diesen Film kann man gar nicht oft genug sehen!

Zur Erinnerung: In Teil 1 „Rico, Oskar und die Tieferschatten" überführten Oskar, der Hochbegabte, und Rico, der Tiefbegabte, einen skrupellosen Kindesentführer, in Teil 2 „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ einen dödeligen Hehler sowie dessen Mutter, eine fiese Erpresserin. 

In Teil 3 „Rico, Oskar und der Diebstahlstein" geht es nun um einen vielleicht wertvollen Stein, der wirklich existiert, und einen ganz sicher wertvollen Stein, von dem aber keiner weiß, ob es ihn tatsächlich gibt. 

Gesucht wird nach dem real existierenden „Kalbstein“, den der steinezüchtende, knurrige Nachbar Gustav W. Fitzke Rico gerade vererbt hat. Und so beginnt der Film auf einem Friedhof. Dort endet er übrigens auch. Ungewöhnlich für einen Kinderfilm, aber gut verdaulich dargeboten. Außerdem geht es bald an einen schöneren Ort: nach Pretow an der Ostsee. Dahin verschlägt die Jagd nach dem Stein Rico, Oskar und Hund Porsche, denn dort vermutet – der diesmal übrigens weder Helm noch Sonnenbrille, sondern eine peruanische Bommelmütze tragende – Oskar die Diebe.  

Die Zugfahrt nach Pretow ist schon nervenaufreibend genug für Rico, der zuvor noch nie aus Berlin herausgekommen ist. Als er aber nach seinem ersten und wirklich ernsthaft bösen Krach mit Oskar aufgebracht durch die Dünenlandschaft rennt, springt wieder die verhasste und schon fast vergessene Bingotrommel in seinem Kopf an. Mit der Hilfe von Porsche, Hundekeksen, der nachlassenden Wut und ungewöhnlicher Entschlossenheit beweist Rico dann aber, dass er gar nicht so tiefbegabt ist, wie er selbst immer dachte – und wie Oskar es ihm vorgeworfen hat. 

Oskars Antrieb für die ganze Aktion ist im Übrigen keineswegs das Interesse am Stein, sondern der massiv eskalierte Streit mit seinem Vater Lars. Oskars tapfer getragene tiefe Traurigkeit und Verlassenheit bilden einen starken Kontrast zu Ricos treuherzig-kulleräugiger Naivität. Und doch sind der zähe kleine und fürs normale Leben viel zu sensible Junge und sein größerer, liebenswert-tapsiger Freund in all ihrer Unterschiedlichkeit ein geniales Team. Und eigentlich möchte man die beiden ja immer nur knuddeln und dafür sorgen, dass ganz schnell alles wieder gut wird. 

Und ohne zu viel zu verraten: Das wird es auch. Denn natürlich hat die wunderbare Trilogie ein wunderbares Happy End. Genaugenommen sogar mehrere – hier die wichtigsten: Rico und Oskar versöhnen sich wortlos und ergreifend süß. Die gediebten Steine können gerettet werden. Und endlich, endlich finden auch Oskar und sein schwieriger Vater Lars in einer weiteren herzerwärmenden Szene zusammen. 

Einen kleinen Abzug gibt’s nur für die Rolle, die Heike Makatsch als Bedienung im Café bekommen hat. Im Buch ist das eine liebenswert lustige Episode, in der Rico und Oskar ihre charakteristisch unterschiedlichen Frühstückswünsche vortragen. Im Film ist daraus eine überdrehte und arg lange Klamauk-Szene geworden, die mir überhaupt nicht gefallen hat (vom Publikum aber durchaus belacht wurde). Sollte sicherlich die Fortführung sein von Anke Engelkes genervter Eisverkäuferin in den „Tieferschatten“ und Annette Friers explosiver Pizzeria-Bedienung im „Herzgebreche“. Richtig cool war aber nur die Eisverkäuferin (und das war auch die einzige dieser Szenen, die aus der Buchvorlage stammte). 

Thema Buchvorlage: Erfreulich viele Dialoge im „Diebstahlstein" sind direkt aus dem Buch übernommen, was alles sehr authentisch macht. Und den geneigten Leser des Buchs beglückt, weil er die darin liebgewonnenen Figuren 1:1 wiedererkennt.  

Lese(t)räumchen meint:

Sonntag, 20. März 2016

Nostalgie mit "Hanni und Nanni"

Ein Sonntagnachmittag mit den berühmten Zwillingen 


"Hanni und Nanni" - wer kennt sie nicht? Tage, Wochen, ja, Monate meiner Kindheit habe ich mit ihnen verbracht. Mit dem Lesen der Bücher von Enid Blyton, mit dem Aus- und Abmalen der Illus in den Büchern, mit den Gängen in die Bücherei, um wirklich alle Bände ergattern zu können. Besessen habe ich nur fünf Stück. Und die habe ich noch heute, zerlesen und abgeliebt, aber eben wirklich geliebt. Alles war so anders bei den beiden und so aufregend! Ein Internat! Eine eineiige Zwillingsschwester!

Als mir dann kürzlich bei einem Pressetermin ein neuer Band der Reihe vor der Nase lag, brach sie aus, die Nostalgie und ich habe ganz doll genickt, als ich gefragt wurde, ob ich mal einen der neuen Bände lesen wolle. Na klar! Und so kam es, dass ich es mir heute mit "Hanni und Nanni feiern Geburtstag" gemütlich gemacht habe.

Und was soll ich sagen? Nach etwa einer Seite war ich wieder zehn Jahre alt und mittendrin im Lindenhof, dem Internat, auf dem die Zwillinge Hanni und Nanni Sullivan zur Schule gehen. Wobei der schulische Teil in diesem Band zumindest bei maximal einem Prozent liegt. Aber welches Mädchen will schon etwas darüber lesen, wie Romanfiguren in die Schule gehen? Um die Freizeitgestaltung geht es, um Freundschaft, um Geheimnisse, um Zusammenhalt, um Missverständnisse, Streit und um Verständnis und Versöhnung. Das ist nicht anders als bei Enid Blytons anderen Reihen - allen voran die von mir unendlich geliebten "Fünf Freunde" - und im Prinzip bei jeder Kinderbuchreihe, die es heute so gibt. Und es gibt ja so viele!

Zurück zum Lindenhof:

Dienstag, 15. März 2016

Die Vorfreude wächst

(c) Twentieth Century Fox









Noch nie habe ich ein Video hier gepostet und noch nie ein Bild, das ich nicht selbst gemacht habe. Aber jetzt muss es einfach sein, denn heute wurde der neue Trailer zu "Rico, Oskar und der Diebstahlstein" veröffentlicht.

Wer in meinem Blog ein paar Beiträge gelesen hat, weiß ohnehin schon, dass ich großer Rico-Oskar-Fan bin. Noch sechs Wochen und dann gehen Anton Petzold als Rico und Juri Winkler als Oskar auf die aufreibende Suche nach dem mysteriösen Kalbstein, den Rico vom grummeligen Nachbarn Fitzke geerbt hat.

Andreas Steinhöfel, der die Bücher geschrieben und damit die (Kinderbuch-)Welt um Rico und Oskar bereichert hat, berichtete schon vor einiger Zeit auf seinem Blog, er habe den Rohschnitt des Films gesehen und sei sehr angetan davon. Neele Vollmar führte wie in Teil 1 (Tieferschatten) Regie; das kann ja nur gut werden.

Und weil ich den Abschlussband der Trilogie, "Rico, Oskar und der Diebstahlstein", schon mal sowieso wunderbar finde und die beiden Hauptdarsteller so unglaublich knuffig sind, freue ich mir 'nen Krater in Bauch, dass der Filmstart nun in greifbare Nähe rückt. :)

Und hier ist der Trailer.

PS: Ob ich den Auftakt-Gag darin so toll finde, weiß ich noch nicht so richtig (eher nicht). Aber es war ziemlich klar, dass der Schrei, den Rico im Buch ausstößt und damit den Weg frei macht, es nicht ins Drehbuch schaffen würde. Da ruft er nämlich: "Ich bin behindert, ich bin behindert!" Und das ist da in keiner Form anstößig, sondern einfach die Wahrheit. Und keiner stört sich daran, weil man den süßen und herzensguten Rico ja schon seit 2 1/2 Bänden kennt und liebt.
Aber bevor der Film wegen dieses einen Satzes auf dem Index landet, hätte ich den als Drehbuchautor vermutlich auch durch einen anderen ersetzt. Auf die gesamte Szene freue ich mich aber sehr, weil ich die im Buch sehr, sehr stark finde. Mal schauen, wie viel davon es in den Film geschafft hat!

Samstag, 5. Dezember 2015

„Wenn mein Mond deine Sonne wäre“ von Andreas Steinhöfel

Diese Seite ist umgezogen.
Die Besprechung des Buches findet sich jetzt auf www.lesetraeumchen.de, zusammen mit vielen Fotos der Liveaufführungen. :)

 

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Wenn sich Frühling und Herbst im Sommer treffen

Buch mit Hörbuch-CD und Musik | Mit Illustrationen von Nele Palmtag und 
Musik vom SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg

Wenn ich auf meinem Blog über ein Buch schreibe, dann nicht, weil ich mir etwa anmaßen würde, die Geschichte nach irgendeinem Maßstab bewerten oder Punkte für Technik und Anmut der Ausführung verteilen zu können.
Es geht ausschließlich darum, was eine Geschichte mit mir macht. Das möchte ich einfangen und teilen. Und „Wenn mein Mond deine Sonne wäre“ macht ganz viel und ganz Schönes – allein schon der Titel! Also fangen wir an.

Darum geht es:

Max liebt seinen Opa über alles und Opa liebt Max genauso sehr.
Die Sehnsucht, behaupteten sie, wohne im Herzen, aber Max wusste es besser: Sein Körper bestand aus Milliarden winziger Zellen, und da jede einzelne dieser Zellen ihm wehtat, konnte das nur bedeuten, dass die Sehnsucht überall in ihm wohnte … und falls seine Seele ebenfalls aus Zellen bestand, dann, bitte sehr: wohnte die Sehnsucht eben auch dort, denn sie erfüllte ihn überall und ganz. Kein Herz allein hatte Platz für so viel Sehnsucht. (Seite 8)
Dass die beiden sich nicht mehr so oft sehen können wie früher – und weswegen Max solche Sehnsucht hat – liegt daran, dass Opa in ein Seniorenheim ziehen musste. „Das große Vergessen“ (Gedenkmoment für "die geliebte Hannah" aus „Rico, Oskar und das Herzgebreche“) kommt langsam über ihn. Opa selbst sagt über seine Mitbewohner: „Die haben nicht mehr alle Murmeln im Schälchen. Genau wie ich!“
Edit: Was ich erst später zusammengebracht habe: Das Bild mit den Murmeln im Schälchen entspringt mutmaßlich der englischen Redewendung „to have lost one's marbles" – was extrem viel charmanter klingt als „nicht mehr alle Tassen im Schrank haben" im Deutschen.  

Ein Jahr lang hält Max, inzwischen neun Jahre alt geworden, das Getrenntsein irgendwie aus, aber dann wird das Vermissen zu gewaltig. Und die Sorge, dass Opa sich eines Tages nicht mehr daran erinnern könnte, wie sehr er Max liebt. Zu wertvoll ist diese enge Verbindung für das vaterlose Einzelkind Max; auf keinen Fall kann er die Liebe des Großvaters entbehren.

Und so beschließt er an einem schönen Sommertag, seinen Opa aus dem Heim zu holen und ihm ein paar Stunden an einem speziellen Ort zu schenken, der unzählige Erinnerungen aus den vergangenen Jahrzehnten birgt. Max‘ Plan ist so einfach wie wirkungsvoll und die liebevolle Entführung gelingt. Begleitet werden die beiden von Fräulein Schneider, ebenfalls eine Heimbewohnerin, die kurzerhand die Gelegenheit ergreift, dem Eingesperrtsein zu entkommen. Ihre größte Sehnsucht: „Zur Sonne!“

Da ist sie bei Max und seinem Opa genau richtig, denn die gemächliche Flucht per Bus bringt die drei an den Stadtrand zu einer sonnigen Blumenwiese, einer ganz besonderen: Dort hat Opa einst Max‘ (künftiger) Oma den Heiratsantrag gemacht.
Es gibt – Kinder wissen das, und manche Erwachsene – magische Orte auf der Welt. Orte, an denen ein Zauber wirkt, die Kraft ausstrahlen, weit und tief ins Denken und Fühlen von uns Menschen hinein. (Seite 40)
Ein paar traumhaft schöne Stunden auf der Sommerwiese verzaubern Opa, Max und auch Fräulein Schneider, die wieder zum Mädchen wird und – erst etwas eingerostet, dann leichtfüßig – ihre große Liebe wiederentdeckt: das Tanzen.
Fräulein Schneider zuzusehen war, als würde man der Sonne dabei zusehen, wie sie sich über die Erde verschüttete. (Seite 52)
Soviel zum Inhalt. Wie die Geschichte weiter- und ausgeht und was es eigentlich mit Sonne und Mond auf sich hat – lest selbst!



Lese(t)räumchen meint:

Das perfekte Lese(t)räumchen-Buch! Wärmend wie ein geschütztes sonniges Plätzchen an einem windigen Tag oder – jetzt im Dezember – wie die Lieblingskuscheldecke, während draußen Schnee fällt.

Mein erster Gedanke beim und nach dem Lesen war: Diese Geschichte macht glücklich und ein bisschen traurig und auf jeden Fall melankomisch (eine Wortschöpfung von Rico).

Montag, 30. November 2015

Vorschau: "Wenn mein Mond deine Sonne wäre" von Andreas Steinhöfel

Ganz inniger neuer Buchtipp! 

Fürs Lese(t)räumchen kam ich noch nicht dazu, eine schön ausführliche Besprechung zu dieser wundervollen Neuerscheinung zu schreiben, deshalb hier schon mal eine kürzere Fassung, die ich am Freitag, 27.11.2015, dem Erscheinungstermin, für KNAX geschrieben habe.

Einfach hier klicken!

Und hier findet ihr jetzt meine (sehr) ausführliche Besprechung zu "Wenn mein Mond deine Sonne wäre".


Sonntag, 22. November 2015

Andreas Steinhöfel liest aus "Rico, Oskar und der Diebstahlstein"


Rico, Oskar und die Autorenlesung

Ganz inniger Tipp von mir: Auf Youtube gibt es eine schöne, über einstündige Lesung von Andreas Steinhöfel aus "Rico, Oskar und der Diebstahlstein", also dem dritten Teil der Trilogie (dessen Verfilmung übrigens am 28.4.2016 ins Kino kommt!) Schon vier Jahre alt, aber immer noch zeitlos toll. 

Dazu beantwortet Andreas die häufigsten Fragen zu den Rico-/Oskar-Geschichten und wie das war, als er selbst noch in der Dieffe wohnte. Sehr launig erzählt und einfach schön zum Zuhören (wirklich besser nur am Anfang gucken - der Ton ist zwar super, aber asynchron zum Bild, was etwas irritierend ist)! Ab ca. 1:00:00 fängt eine meiner persönlichen Lieblingsszenen an. :) 
Wenn sich's jemand angeschaut hat, würde ich mich sehr über ein kleines Feedback freuen. Bin doch immer auf der Suche nach anderen großen "Fans" von Rico und Oskar. :)

Wer mehr hören will: Es gibt alle drei Bände vom Autor wundervoll gelesen auch als Hörbuch bei Silberfisch/Hörbuch Hamburg. Da kann man sich dann an die 13 Stunden lang allerbestens unterhalten lassen.


Freitag, 20. November 2015

Die drei Fragezeichen und der sprechende Totenkopf

Kleine Reise in die Vergangenheit. 

Manchmal findet man ja was richtig Schönes wieder ... Die Mini-Ausgabe des "Die drei ???"-Klassikers stammt noch aus meiner Kindheit. Damals, als Alfred Hitchcock noch der Auftraggeber der drei ??? war. Es ist ganz vergilbt und abgeliebt. Und die Schrift ist unglaublich klein, höchstens 6 Punkt. Für scharfe Kinderäuglein. ;)

Hier alt und neu im Größenvergleich:




Freitag, 13. November 2015

„Keiner hält Don Carlo auf" von Oliver Scherz (Hörbuch)

Ein Roadmovie der besonderen Art.

Und wieder ist mir eine Geschichte über einen kleinen mutigen Jungen zugelaufen. 
Carlo ist 11 und vermisst seinen Papa. Der wohnt nämlich nach der Trennung von Mama nicht mehr bei ihnen in Bochum, sondern ist in seine Heimat zurückgegangen. Und die ist in Palermo auf der italienischen Insel Sizilien. Also sehr weit weg.

Papa ist seit genau fünf Monaten, zwei Wochen und sechs Tagen fort, als es Carlo nicht mehr aushält: Er macht sich auf den Weg nach Palermo. Heimlich. Und ganz alleine. Für ein Ticket reicht sein Geld nicht und so muss er als blinder Passagier durch halb Europa fahren – im Zug, auf der Fähre. Und mit dem Taxi. Aber diese Fahrt ist sehr teuer: Sie kostet ihn sein ganzes Geld. Diebstahl!

Zum Glück begegnen ihm auf seiner langen Reise aber auch viele freundliche Menschen, die ihm helfen. Trotzdem ist dieser Trip kein Zuckerschlecken.

Doch die Sehnsucht nach seinem Papa treibt Carlo weiter und weiter in Richtung Ziel. Und wenn er erst mal dort wäre, will er sich Papa schnappen und mit nach Hause nach Bochum nehmen, das hat er sich fest vorgenommen. Ob das gelingt, wird natürlich nicht verraten, denn die Reise wird immer spannender, je näher Carlo Sizilien kommt.


Lese(t)räumchen meint:

Sonntag, 25. Oktober 2015

„Odu“ an Rico und Oskar. Eine Liebeserklärung.


„Einen feierlichen Text nennt man eine Odu, und meine ging so: (…)“
- Rico in „Rico, Oskar und das Herzgebreche“, Seite 159 -

Odu lieber Rico,

odu lieber Oskar,


es gibt Dinge im Leben, die sind unausweichlich, unvermeidlich, schicksalhaft und dergleichen.

Für mich war es absolut unvermeidlich, euch kennenzulernen. Dabei waren schon längst alle drei Bände eurer Abenteuer erschienen*, als ich euch endlich in mein Leben gelassen habe. Wie oft hatte ich die Bücher schon in Buchhandlungen liegen sehen, sie beäugt und auch mal angelesen. Immer neugierig, immer angezogen von diesen merkwürdigen (und merk-würdigen) Titeln: Tieferschatten! Herzgebreche! Diebstahlstein! Ganz schön schräg! Euer Erfinder und Papa, der Andreas Steinhöfel, hat einmal in einem Interview gesagt, es sei völlig in Ordnung, wenn Leute eure Abenteuer der Titel wegen als „die drei bekloppten Bücher“ bezeichnen würden. Voll C und L!

Auch die Cover! Hingucker, ohne Frage. Die Illustrationen von Peter Schössow sind famos, aber zwischen den anderen Kinderbüchern mit den üblichen niedlichen und quietschbunten Illus von knuddeligen Kinderchen sehen die Zeichnungen von euch ganz schön ... na ja: anders aus.

Oskar, bei dir wird nichts beschönigt: die riesigen Zähne und all das zu große und auch sonst unpassende Zeugs, das du auf dem Kopf hast: Helm, Sonnenbrille, peruanische Bommelmütze. Und dabei sieht man durch diese Accessoires deine abstehenden Ohren noch nicht mal.
Rico, du siehst eigentlich ganz normal aus. Auf keinen Fall tiefbegabt. Aber Oskar, entschuldige, dir sieht man die Hochbegabung da nun wirklich auch nicht an. 

Egal. Es brauchte noch zwei große Anschubsereien, bis es endlich so weit war. Dann aber richtig! Und weil das so außergewöhnlich war, habe ich es mir auf ein knallpinkes Post-It geschrieben, das in Band 1 klebt: „Gelesen 7., 8., 9.3.2015“. Also inhaliert quasi. Sind ja weit über 800 Seiten insgesamt.

Als ich am Anfang von Band 1 über die leichte Ekeligkeit der von Fitzke verschlungenen Fundnudel weg war, standen alle Türen offen und ihr beiden seid direkt in mein Herz gehüpft, kawumm. Und da seid ihr immer noch. Ich sage euch auch gleich, warum.

Mittwoch, 14. Oktober 2015

Auf den Spuren der Kurzhosengang

Once upon a time ...

 

Das hier wird eine Bildergeschichte. Hat sich so ergeben, als ich etwas über die coole "Kurzhosengang" schreiben wollte. Dabei habe ich nämlich ein paar nette Zusammenhänge entdeckt. Schon lasche neun Jahre, nachdem ich den ersten Band gelesen habe! ;) Die anderen beiden Bände lasse ich mal außen vor. Die habe ich aber auch als sehr lesenswert in Erinnerung.

Donnerstag, 8. Oktober 2015

„Die Ballade von der gebrochenen Nase“ von Arne Svingen

Schockverliebung.

Ich sage ja immer, Kinderbücher können so tiefgründig sein! Diejenigen meiner „erwachsenen“ Freunde, die seit ihrer „Hanni und Nanni“- oder „Burg Schreckenstein“-Zeit kein Kinderbuch mehr gelesen haben, nicken da oft mit kaum verholenem Mitleid und mühsam hochgezogenen Mundwinkeln. Aber hey – what the heck! Ihr verpasst was! :)

Erst gestern lief mir wieder so ein außerordentliches Exemplar von Kinder-, fast schon Jugendbuch zu. Ganz, ganz neu; offizielles Erscheinungsdatum ist heute. Und dieses Buch möchte ich euch hier vorstellen und innig ans Herz legen. Mich hat es jedenfalls genau mittenrein getroffen.


Darum geht es:

Da ist Bart Narum aus Oslo. Zu Beginn der Geschichte 12 Jahre alt, nicht besonders glücklich mit seinem Vornamen. Und nicht besonders glücklich damit, dass er brav ins Boxtraining tappt, weil seine Mutter meint, es sei gut, wenn er sich mal verteidigen könne. Nur leider ist Bart so friedliebend, dass er einfach nicht zurückschlagen kann. Und immer nur einstecken … nicht so cool.

Noch viel uncooler ist allerdings seine wahre Leidenschaft. Singen. Aber nicht Rap oder Rock. Sondern … Opern! Davon darf auf keinen Fall jemand wissen. Außer seiner Mutter. Die kommt nicht umhin zuzuhören, wenn Bart hinter verschlossener Klotüre singt. Nur dort kann er es wirklich richtig gut. Sind Zuschauer dabei – keine Chance auf einen geraden Ton.

Nun ist das Schöne an dieser Geschichte, dass sie auf zwei Ebenen spielt. Die eine ist die vordergründige Handlung. Da könnte man erzählen, wie Bart sich seiner Nebensitzerin in der Schule, der kessen Ada, hingezogen fühlt – „eines der drei nettesten Mädchen der Klasse“. Ada, die aus gutem Hause stammt und die vieles weiß und kann. Nur eines kann sie nicht: Geheimnisse bewahren. Und so weiß die ganze Schule von Barts Operngesangsleidenschaft, nur einen Tag, nachdem er ihr davon erzählt und ihr eine CD mit seinem Gesang gegeben hat (vor Publikum kann er ja nicht singen). Natürlich nahm er ihr das Versprechen ab, es nicht weiterzuerzählen … Pustekuchen. Aber irgendwie kann er es ihr nicht einmal übelnehmen.

Wie es mit dem Singen weitergeht, das zieht sich als roter Faden durch die Geschichte: von dem Moment, an dem der Leser von Barts heimlichen Hobby erfährt bis zu dem Tag, an dem er als Abschluss-Act auf dem Schulfest singen soll. Da passieren viele spannende und unerwartete Dinge, bei denen immer auch Ada ihre Finger und ihr cleveres Köpfchen im Spiel hat.

Und parallel dazu wird die Geschichte erzählt, wie Barts Leben sozusagen hinter den Kulissen aussieht. Das ist nicht nur nicht so schön, sondern ziemlich schrecklich. Herzensgute zwölfjährige Jungs wie Bart sollte nicht täglich konfrontiert sein mit sozialen Schieflagen wie Vernachlässigung, Armut, Alkohol und Drogenabhängigkeit.
Hätte Ada nicht auch herumerzählt, was sie bei einem unangemeldeten Besuch bei Bart und seiner Mutter gesehen hat, hätte keiner seiner Mitschüler etwas davon geahnt.

Dennoch – am Ende hilft Ada mit, dass Bart über sich hinauswächst und es allen zeigt. Nicht mal die gebrochene Nase kann ihn davon abhalten, sich einer ganz großen Herausforderung zu stellen. Und in seinem Familienleben … da wird es auch Veränderungen geben.


Lese(t)räumchen meint:

Sonntag, 27. September 2015

"Die fünf Freunde" von Enid Blyton

Zum Glück wiedergefunden: Diese drei Bände waren meine größten Schätze. Alle anderen "Fünf Freunde"-Bände hatte ich aus der Bücherei ausgeliehen, aber die hier waren meine. Sonderausgaben vom Bertelsmann-Buchclub. Alle fein säuberlich mit Namen versehen und trotz sehr häufigen Lesens immer noch in ganz vorzeigbarem Zustand.

"... auf dem Leuchtturm" war eine meiner Lieblingsfolgen. Das Meer hat mich wohl schon immer fasziniert. Und wie die fünf sowohl in den Höhlen unter dem Leuchtturm forschen, als auch starkem Sturm draußen auf der Galerie überstehen müssen, war schon ganz schön spannend und gefährlich. 

Enid Blyton war die Heldin meiner Kindheit - ich habe so ziemlich alles verschlungen, was es von ihr zu lesen gab. Wie gut, dass eine Stadtteil-Bücherei gleich die Straße runter war, wo ich damals wohnte. :) Und dann gab es ja noch die Fernsehserie und die Hörspiele! Aber das ist ein anderes Thema, über das ich demnächst ganz sicher auch noch schreiben werde.

Sind "Fünf Freunde"-Fans unter euch? 
Welches waren eure Lieblingsbände?