Mittwoch, 14. Oktober 2015

Auf den Spuren der Kurzhosengang

Once upon a time ...

 

Das hier wird eine Bildergeschichte. Hat sich so ergeben, als ich etwas über die coole "Kurzhosengang" schreiben wollte. Dabei habe ich nämlich ein paar nette Zusammenhänge entdeckt. Schon lasche neun Jahre, nachdem ich den ersten Band gelesen habe! ;) Die anderen beiden Bände lasse ich mal außen vor. Die habe ich aber auch als sehr lesenswert in Erinnerung.
Im KNAX-Heft 1/2007 hatte ich das Hörbuch zu Teil 1 und das Buch 2 "Die Rückkehr der Kurzhosengang" schon vorgestellt, sehr begeistert. Zugegebenermaßen spielten die prominenten Hörbuch-Sprecher da eine nicht unwesentliche Rolle.

Die Geschichten um Rudolpho, Island, Snickers und Zement sind aber einfach klasse, ob selbst gelesen oder als perfektes Hörbuch serviert. Schön abgedreht und irgendwie so liebenswert kindlich naiv von jedem der vier erzählt. Das Leben als Teil der Kurzhosengang ist nichts für Langweiler oder Angsthasen, das ist mal klar.

Special Effekt der besonderen Art auf der "realen Ebene": Das kanadische Star-Autoren-Duo Victor Caspak und Yves Lanois gab es nie. Dahinter steckte der Autor Zoran Drvenkar. Das war aber zum Zeitpunkt, als das Foto unten entstand, noch nicht öffentlich bekannt. Da wurde also eine wundervoll fantasievolle Geschichte um zwei fiktive Schriftsteller erzählt, die wiederum fiktive Figuren zum Leben erwecken.


Buchmesse Frankfurt 2006

Erfreulicherweise habe ich meine paar wenigen Fotos von damals noch; daher hier zur Rechten eines davon. Zoran Drvenkar (Mitte) trat damals glaube ich als angeblicher Agent der Autoren auf; ich erinnere mich nicht mehr genau. Auf jeden Fall war es eine sehr plausible Story.

Links von ihm Oliver Rohrbeck und rechts Andreas Fröhlich, dem geneigten Hörspiel-Lauscher bekannt als Justus Jonas und Bob Andrews aus "Die drei ???". Die beiden sprachen Island und Snickers auf der Hörbuchumsetzung des Buches und erzählten hier von ihrer Arbeit. In weiteren Rollen: Jens Wawrczeck (alias Detektivkollege Peter Shaw aus "Die drei ???") als Rudolpho und der Schauspieler Gustav Peter Wöhler als Zement.


Buch und Übersetzer

So ein Buch von kanadischen Autoren muss für den deutschen Markt natürlich erst mal übersetzt werden. Wie praktisch, wenn der wirkliche Autor einen wirklichen Übersetzer kennt. Einen, der zu dem Zeitpunkt selbst schon Bücher geschrieben hatte, aber weiterhin Übersetzungen aus dem Englischen machte: Andreas Steinhöfel, Papa von Rico und Oskar, die 2008 das Licht der Buchwelt erblickten.

Er schrieb für das Buch über die Kurzhosengang, das er angeblich übersetzt hatte, ein launiges Vorwort und sehr viele sehr großartige Fußnoten mit vielen historischen Anekdoten und wissenschaftlichen Fakten (echten und erfundenen).

An einer Stelle hätte ich - heutzutage - den Text sofort als einen von Andreas Steinhöfel erkannt und zwar an der letzten Zeile, siehe Foto. Den Ausdruck "und dergleichen" wird der aufmerksame Leser seiner "Rico, Oskar und ..."-Trilogie als eine häufig vom süßen Rico gebrauchte Redewendung kennenlernen.
Und dann ist da z. B. diese Fußnote: Als ich "Model Sören" (wo ist nur das Sonderzeichen fürs durchgestrichene "o"?!) las, war gleich klar, worauf das anspielte. Aber es ist dann tatsächlich im Folgenden noch weiter ausgeführt und wird dann ganz eindeutig: Die destruktive Elch-Tisch-Kollision stammt aus Andreas Steinhöfels Buch "Es ist ein Elch entsprungen" aus dem Jahr 1995; großer Erfolg und tolles Buch.


Und um den Kreis noch weiter zu schließen, hat Gustav Peter Wöhler (Sprecher des  Jungen Zement aus den "Kurzhosengang"-Hörbüchern) im Jahr 2008 Steinhöfels Buch "Beschützer der Diebe" eingelesen.
Das macht der Autor ja sonst meistens selbst (was mich immer sehr freut); hier hat er aber zumindest das Buch auf die Hörbuchfassung gekürzt.

Gleiches gilt für das Steinhöfel-Buch "Es ist ein Elch entsprungen": Die Geschichte von Bertil Wagner und dem Elch Mr. Moose liest Gustav Peter Wöhler ganz wunderbar.

Abschließend noch: Alle hier erwähnten Bücher und Hörbücher sind klasse und es wert, gelesen und gehört zu werden. Und zwar nicht nur von Kindern.



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